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 Betreff des Beitrags: Re: Allerlei Plauderei
#1BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 10:54 
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Ich bin kein Faschingsfan aber manchmal schaue ich mir doch gerne die Bilder an,... :biggrinn:

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Luzerner Fasnacht
Für viele Luzerner ist die fünfte Jahreszeit – sie beginnt am Schmutzigen Donnerstag und endet am Aschmermittwoch – auch die schönste.


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 Betreff des Beitrags: Re: Allerlei Plauderei
#2BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 11:01 
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Im Rheinland ist die Karnevalszeit auch die 5. Jahreszeit. :3358:
Hier passiert Karneval eher wenig. Irgendwie passt es auch nicht so richtig. Es ist eher trocken-evangelisch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Allerlei Plauderei
#3BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 11:06 
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hier sind die wild danach aber mehr die traditionelle Art. Sogar auf den Dörfer hängen alte Puppen und Kostüme an der Wand. Sieht sehr schön aus.


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 Betreff des Beitrags: Carne vale
#4BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 11:20 
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Donnerstag begann ja mit der Weiberfastnacht die Hochzeit des Karnevals. :ballon: :3358: : :Karneval: :linedance:
Und Rosenmontag geht es in die nächste große Runde. :trink4:
Und am Mittwoch ist dann alles vorüber für ein weiteres Jahr. :mde2:
Die Fastenzeit beginnt.

Ich habe einige Zeit im Rheinland gewohnt und die Karnevalszeit immer als sehr nett empfunden. Es war so eine allgemeine, freudige Erwartung und man konnte mal so richtig feiern.

Bei der Fastenzeit habe ich mich dann allerdings eher an den Schweizer Wurstessern orientiert. :smiley6828:

Wie haltet ihr das? Haltet ihr euch ans Wort und verzichtet tatsächlich auf Fleisch?


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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#5BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 12:16 
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Also Karneval geht mir am slebigen vorbei. Die Fastenzeit an sich ist für mich mehr eine geistige Vorbereitungszeit auf Ostern. Allerdings versuche ich mich trotzdem bzgl. des Essens einzuschränken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#6BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 12:42 
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Ich schaue gerne zu, obwohl mich der Venezianische sehr interessiert. Ich mag Masken, sie haben was faszinierendes und künstlerisches für mich.

Fasten, nun ja, nie - ausser ich will mal wieder vorm Frühjahr den Winterspeck runter kriegen. Ich bin auch nicht gläubig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#7BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 12:50 
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:smiley1507: Wenn man die beiden Wörter "Carne" und "Vale" aus dem Spanischen übersetzt, dann ergibt sich einverstandenes Fleisch.

Nicht umsonst steigt ja die Geburtenrate 9 Manate nach Karneval in den Hochburgen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#8BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 13:13 
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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#9BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 14:46 
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Dieser venezianische Karneval kommt mir immer ein wenig unfroh vor. Ich weiß aber gar nicht, woran ich das festmache. Vielleicht an der Steifheit, die die vornehmen Kostüme insgesamt ausstrahlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#10BeitragVerfasst: 1. Mär 2014 14:49 
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ja, es ist steif aber hier geht es mehr um die Kostüme und Eleganz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Carne vale
#11BeitragVerfasst: 7. Mär 2014 13:36 
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Donnerstag begann ja mit der Weiberfastnacht die Hochzeit des Karnevals.


Mit andern Worten, da platzte der Kessel. (In Köln wäre das ganze Jahr über Karneval, wenn das nicht künstlich unterdrückt würde.) Nach meiner Theorie ist der ganze Karneval ein ehemals ganzjähriger Wodanskult mit Nachstellung der Wilden Jagd. (Harlekin < Harilo King > Erlkönig = Wodan ist der wilde Jäger.)

In der rheinischen Gegend ist der Göttervater auf die Lappenmänner zusammengeschrumpft, die nunmehr ab Weiberfastnacht jeweils einer ständig wachsenden Menschenschlange mit der Decke Trumm voranrennen und überall ihr Unwesen treiben ["Der Erlenkönig mit Kron und Schweif"---der Schweif ist das Gefolge]. Früher tobten diese Banden hauptsächlich nachts rum, heute, nach Weiberfastnacht 24 Stunden am Tag.

Harilo ist der eigentliche Name des germanischen Göttervaters; Wodan (so die nordseegermanische Form, hochdt Wotan) ist nur der Beiname, hängt zusammen mit "Wut" und verkörpert die Idee des heiligen Rauschs. Die Teilnehmer an den rennenden Menschenschlangen im Gefolge des Trägers der Decke Trumm haben meist auch "en Fläsch Schabau [Schnaps]" dabei, vermeintlich, um sich in der kalten Zeit zu erwärmen, was aber die Sache auch wieder näher an den gefeierten heiligen Wodansrausch heranbringt.

Diesen auf niederrheinischem Gebiet fest verwurzelten und unverdrängbaren Kult KONNTE die Kirche nicht verbieten und hat ihn stattdessen ins Lächerliche gezogen, weshalb an Karneval auf der ganzen katholischen Schiene das Lachen das Wichtigste ist. Die Karnevalsumzüge und -sitzungen verkörpern bloße Versuche des 19. Jh, das wilde Treiben zu kanalisieren.

Bei dem Herkommen der Bräuche von unten aus der Gesellschaft (der Hauptbetrieb wurde im Mittelalter von im Winter arbeitslosen Knechten und Mägden aus der Landwirtschaft veranstaltet) darf man auch nicht von den Büttenrednern und sonstigen Karnevalisten [das ist in Köln eine offizielle Berufsbezeichnung] die geistige Qualität politischer Kabarett-Redner erwarten. Die Leute sollen zum Lachen gebracht werden--- "Maaht üch Freud"---, das ist die Hauptsache. Bzw dieser Humor ist geistlos, vulgär und entspannend. Außerdem beteiligen sich auch die Teilnehnmer in den Sitzungssälen, das Publikum vor und bei dem großen Rosenmontagszug wie wild an dem wilden Kult (kölsche Weisheit: "Wer om Rǫǫsemondag bei dr Zooch wǫǫr unn hätt dr Zooch gesinn [gesehen], der wǫǫr nit bei dr Zooch").

Über die katholische Schiene hat der ursprünglich niederrheinische Kult dann auch Mainz erreicht und weite Strecken übersprungen (Karneval in Nizza, Venedig, Brasilien, wo die Sache dann zT hoch veredelt worden ist; das Wort arlecchino, das im venezianischen Karneval ein eine vollständig von den kölschen Lappenmännern verschiedene Figur bezeichnet, findet man mit seinem Erstbeleg viel später als die nordseegermanischen Vorformen von Harlekin).

Die Fastenzeit beginnt.


Ach ja. Auch durch die Fastenzeit konnte der Wodanskult etwas zurückgedrängt werden.

Ich habe einige Zeit im Rheinland gewohnt und die Karnevalszeit immer als sehr nett empfunden. Es war so eine allgemeine, freudige Erwartung und man konnte mal so richtig feiern.


Wunderbar, deine Einstellung.---Der Karneval ist eigentlich nicht verpflanzbar, wie man in den deutschen Regionen ohne ursprünglichen Wodanskult sehr gut erkennen kann. Zum Beispiel in Berlin (weia...) oder in Unterfranken, wo zu der Zeit infolge geschlossener Geschäfte bei nicht vorhandenem Karnevalstreiben eine wahre Buß- und Bettags-Stimmung obwaltet.

Wie haltet ihr das? Haltet ihr euch ans Wort und verzichtet tatsächlich auf Fleisch?


Der Fleischverzicht ist in der katholischen Kirche seit 1966 nur noch auf Aschermittwoch, die Freitage der Fastenzeit, namentlich den Karfreitag beschränkt; außerdem soll am Aschermittwoch und Karfreitag gefastet werden. Aber auch mit massenhaft Ausnahmeregeln, die Nicht-Fasten und Fleischverzehr gestatten. Die Fastenzeit ist dadurch auf römisch-katholischer Seite zu einer praktisch verzichtlosen, etwas sehr abstrakten Bußzeit geworden... Ob diese Aufweichung zu begrüßen ist, weiß ich nicht. Kann man so oder so sehen.


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